Entstehungsgeschichte

Unser 100% Transparenz Versprechen. Mehr erfahren...

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Um die Entstehungsgeschichte zu erzählen, plaudern wir ein bisschen aus dem Leben unserer Initianten Angela Segieth (1981) und Marco C. Rullo (1973). Auch um die Zusammenhänge und die Entstehung besser nachvollziehbar zu machen.

Angela’s Aspekt

Die Initianten, Entwickler, Gründer & Vorstände: Angela Segieth und Marco C. Rullo

Die Initianten, Entwickler, Gründer & Vorstände: Angela Segieth und Marco C. Rullo

Angela ist schon als großer Pferdeliebhaber auf die Welt gekommen. Von klein auf schlägt ihr Herz im Einklang mit diesen sanften Wesen. Aber natürlich liebt sie auch andere Tiere und hat auch Erfahrung mit z.B. Meerschweinen, Vögel, Ratten und Katzen, aber die Pferde sind ihre große Liebe. So ist sie seit ihrem 12. Lebensjahr auf Reiterhöfen unterwegs reitet, versorgt & pflegt Pferde. Im Zuge ihrer jahrelangen Erfahrungen und Entwicklung entschied sie sich nach 18 Jahren →Englischreiten, für den Westernreitstil.

Für Angela war das Englischreiten eine sehr wichtige Erfahrung. In diesem Reitstiel hat sie viele Grundlagen verinnerlichen können. Z.B.: Welche Hilfen es gibt (Zügel, Schenkel und Gewichtshilfen) Durch die Hilfen kommuniziert der Reiter mit dem Pferd. Angela lernte wie diese Hilfen zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt werden. Wie der Körper des Pferdes sich anfühlt wenn es „Losgelassen“ (locker), im Takt (gleichmäßig) und in die „→Versammlung“ geht uvm.

Bildquelle: goodhorsemanship.de

Beim →Westernreiten lernte Angela auch, wie sie die Hilfen noch weiter reduziert. Dadurch entstand für das Pferd mehr Raum für eigene, individuelle Bewegungsabläufe (eigener Rhythmus des Pferdes, wann es sich unter dem Reiter „Losgelassen“ bewegt). Wie bei uns Menschen brauchen auch die Pferde mal mehr oder weniger Zeit um locker zu werden und / oder den eigenen Rhythmus zu finden.

Sie hatte, durch die sanfte Hilfengebung des Westernreitens erkannt, dass die Kommunikation zwischen ihr und dem Pferd harmonischer und sensibler wurde. Das Pferd öffnete sich mehr und hatte mehr Spaß an der Arbeit.

Durch den Kontakt mit den Pferden und den damit verbundenen Menschen (andere Reitschüler, Reitlehrer usw.) lernte Angela sich mehr ihren Gefühlen zu öffnen, zu vertrauen und sich besser in andere hinein versetzen zu können.

Arbeitet man mit dem Westernreitstil, wie z.B. auch der berühmte “→Pferdeflüsterer” →Buck Brannaman es lehrt, entsteht der Raum für eine intensive Symbiose zwischen Pferd & Reiter. Jedenfalls dann, wenn der Reiter sich dem Pferd gegenüber öffnet und auf gleicher Augenhöhe begegnet.

Die Lehre von Buck Brannaman wird sehr von uns empfohlen. Dieser Mann inspiriert uns immer wieder.

Buck Brannaman 2011

Dan M. “Buck” Brannaman (1962) ist ein (US) Pferdetrainer und Pferdeflüsterer, welcher eine neue, sehr sensible Art zw. Mensch und Pferd lehrt (Bildquelle: Wikipedia.org | Buck Brannaman, bei dem Sundance Filmfestival 2011)

“Dein Pferd ist ein Spiegel deiner Seele. Manchmal wird dir nicht gefallen, was du siehst, manchmal aber doch.”
BUCK BRANNAMAN  |  (→Vaquero Horsemanship)

Gerade hochsensible Menschen, wie Angela und Marco es sind, “fühlen” diese besondere Verbindung. Es ist eine Art Dialog auf der emotionalen Ebene. Sie erleben dies als eine spezielle emotionale Verbindung. Sie lieben die Pferde sehr und begegnen ihnen auf einer besonderen Art mit sehr viel Respekt und Empathie. Die anderen Tiere lieben sie natürlich auch, aber bei den Pferden ist es eben eine ganz besondere Verbindung.

Und da Angela nun über 2 Jahrzehnte auf verschiedenen Reiterhöfen unterwegs ist, hat sie sehr viel Erfahrung mit Pferden und sich dementsprechend auch viele Gedanken gemacht, wie man am besten mit ihnen in Harmonie kooperiert.

Sie hat eigene Vorstellungen entwickelt, wie sie es auf ihre ganz eigene Art machen möchte. Natürlich Western, aber auch noch viel mehr. Und weil sie eben immer abhängig war von den Menschen die bestimmten wie es läuft, konnte sie nie wirklich ihre eigene Idee der Umsetzung entfalten. Als Marco und sie sich begegneten, erzählte sie ihm in vielen Gesprächen davon und daraus entstand die Idee.

An diesem Punkt kommen wir nun zu

Marco’s Aspekt

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Vertrauen will verdient sein

Marco kommt auch aus einer Familie in der es immer Tiere gab. Dank der Tierliebe seiner Eltern, ist er mit den verschiedensten Haustieren aufgewachsen. Er konnte als Kind nicht an einem Hund oder einer Katze vorbei gehen, ohne sie zu begrüßen. Und irgendwie wussten sie auch immer wie sehr er sie liebte, denn kaum sahen sie ihn, wollten sie unbedingt zu ihm. Es geht ihm auch heute noch oftmals so, dass wenn er Tieren z.B. auf der Straße begegnet, dass sie sogleich zu ihm wollen. Bei den Tieren fühlte er sich bedingungslos akzeptiert und verstanden und fühlt auch heute noch in ihrer Gegenwart eine besondere Liebe und einen starken Frieden. So wurde für ihn die Welt mit den Tieren zu der wichtigeren Welt.

Als Kind der 70iger Jahre ist er noch richtig viel draußen gewesen. In der ländlichen Gegend, in der er aufwuchs, gab es viele Pferdekoppeln und wenn er mal wieder draußen unterwegs war, konnte er auch nicht an einer Pferdekoppel vorbei gehen, ohne den Pferden Hallo zu sagen. Auch sie kamen immer gleich neugierig zu ihm gelaufen, wenn er sich dem Zaun näherte. Auch bei den Pferden, fühlte er eine besonders starke Verbindung.

Aber alle Tiere waren für ihn Familienangehörige. So sammelte er z.B. als Kind ein Vogeljunges ein, das aus seinem Nest gefallen war, oder sie nahmen eine junge streunende Katze vom Zeltplatz in Kroatien mit nach Hause, weil sie sich aus Mülltonnen ernährte und weil er mit ihr Freundschaft geschlossen hatte. Manchmal überspannte der junge Marco es allerdings auch mit seiner Tierliebe. Einmal brachte er nämlich, zum Schrecken seiner Mutter, sogar eine tote Katze mit nach Hause, die er neben den Bahngleisen fand. Sie tat ihm so leid und er war so traurig, dass er sie einfach nicht dort liegen lassen konnte und nach Hause brachte.

Jede Spende hilft - Danke!So entstand in ihm über die Jahre der Wunsch, auf einer kleinen Farm zu leben mit einem Selbstversorger-Garten, mit Pferden, Hunden, Katzen, Hühnern und überhaupt mit so vielen Tieren wie es überhaupt gehen würde.

Als er aber nach vielen Zwischenstationen und Umzügen in Wittenberg ankam und Angela kennen lernte und ihr Wunsch sich auf ihren eigenen Pferdeweg zu entfalten immer größer wurde, bildete sich der alte Traum von der Farm in ihm neu. Angela und Marco waren zwischenzeitlich schon die besten Freunde geworden und sie redeten sehr viel. Sie hatten so viele gleiche Erfahrungen gemacht und teilen die gleichen Ideale, innere Einstellung und sogar ihre Träume passen wie zwei Puzzle-Teile aneinander. Angela erzählte ihm von ihrem Unmut und dass sie nun endlich etwas Eigenes auf die Beine stellen wolle. Und da begann es in ihm zu arbeiten.

Aber es gibt noch einen weiteren Teilaspekt dieser Geschichte, der auch erwähnt werden möchte. In diesem Teil geht es um eine besondere Art von Menschen und Gemeinschaft.

Die Gemeinschaft – Eine besondere Erfahrung

Marco hatte, im Zuge seines Selbstfindungstrip’s, nach vielen Jahren eine besondere Gemeinschaft von Menschen in Wittenberg ausgemacht. Da er sich immer wie ein Fremder auf der Erde fühlte und irgendwie alle um ihn herum so ganz anders waren, suchte er Gleichgesinnte bzw. wenigstens ähnlich Gesinnte. Als er von einer besonderen Gemeinschaft in Wittenberg aus dem Internet erfuhr, entschloss er sich spontan zu ihnen zu stoßen und bei ihnen mitzumachen.

Diese Gemeinschaft, von überwiegend sanften, offenherzigen und so gar nicht kapitalistischen Menschen prägte ihn sehr und es hat ihm fast das Herz gebrochen, als er bemerkte, wie der Vorsitzende des Vereins sich in wenigen Monaten so sehr wandelte und der Kurs nicht mehr zu seiner Ethik passte.

Nach vielen Gesprächsversuchen die scheiterten, wurde ihm klar, dass er, um sich treu zu bleiben, die Gemeinschaft verlassen müsste. Doch anfangs schaffte er es nicht, sich von diesen Menschen zu trennen. Es dauerte Monate, bis er es schaffte. Doch er ging. Allerdings nicht ohne den Wunsch, einen neuen Raum für diese offenen und gutherzigen Menschen zu erschaffen. Denn nun wusste er, dass es sie gibt.

Die Vereins-Idee entsteht

VivaLaVida-eV-Logo_350x350Aber zurück zu Angela und ihrem Wunsch etwas eigenes mit Pferden zu machen und Marco’s Wunsch nach seiner Farm und Raum für eine Gemeinschaft besonderer Menschen.

Durch diese Wünsche und die vielen Gespräche der Beiden entstand nun eine Idee, alles miteinander zu verbinden. So entstand die Idee, einen gemeinnützigen Verein mit den ideellen Bereichen Tierschutz, Pfanzenzucht und Bildung, zu gründen.

Tiere, Tierschutz, Pferde, Selbstversorger-Garten, Streuobstwiesen, Bildung, Raum für Begegnung und vielleicht sogar Platz für eine Gemeinschaft besonders liebevoller und Natur- und Tier verbundener Menschen.

Die Flamme der Begeisterung war entzündet und es dauerte nicht lange und die Beiden malten sich aus wie es sein sollte. Dann durch viele Gespräche entstand das Grundkonzept und dann durch noch mehr Gespräche und Zusammenarbeit z.B. auch mit dem Finanzamt Wittenberg, welches sie bei der korrekten Formulierung der Vereinssatzung unterstützte.

So kam eines zum anderen. Mit einigen Freunden aus der vorherigen Gemeinschaft gründeten die Beiden dann den gemeinnützigen Verein Viva la Vida (Spanisch: Es lebe das Leben!) und machten sich ans Werk, die Sache Schritt um Schritt umzusetzen.

So entstand der gemeinnützige Verein “Viva la Vida”, der nicht einfach nur ein gemeinnütziger Verein ist, sondern den tiefsten Überzeugungen von Angela und Marco entsprang.

Er steht für ihre Liebe, ihre Berufung, ihren Idealismus, ihre Hoffnung und ihren Glauben an die Menschheit, dass wir zusammen großartige Dinge vollbringen können und unseren Teil dazu beitragen diese Welt zu einem noch friedlicheren Ort zu machen. Für unsere Schützlinge die Tiere, die Natur und natürlich auch den Menschen.